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Diskussions-Veranstaltung


Dortmund, 13. September 2016

München, 19. September 2016


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Die AfD:

Auch Deutschland hat jetzt eine Partei, die antritt, um Staat und Volk zu retten

Den regierenden Parteien und der gesamten Presse gilt die AfD als irrationaler, unseriöser Verein von Wutbürgern. Man entlarvt sie als Ewig-Gestrige, die aus der Vergangenheit nichts gelernt haben. Man wirft ihnen vor, dass sie außer einem chaotischen Parteileben politisch nichts hinkriegen, lastet ihnen an, dass sie beim Einfangen von Wählerstimmen, die eigentlich den Etablierten gehören, viel zu erfolgreich sind und damit zum Risiko für die politische Stabilität der Republik werden. Diese „politische Auseinandersetzung“ zielt darauf, die AfD aus der Elite auszuschließen, die allein für die Führung dieser wunderbaren Nation in Frage kommt.

Spiegelbildlich dazu stellt sich die AfD gegen die gesamte politische Klasse als alternative Führung auf, die Deutschland braucht, weil die „Altparteien“ nicht etwa diesen oder jenen korrigierbaren Fehler machen, sondern insgesamt ein nationales Unglück sind: Mehr oder minder systematisch sind sie dabei, Staatsgewalt und Volk zu ruinieren. In ihren Vorwürfen an die „abgehobenen“ Berliner „Systemparteien“ macht die AfD deutlich, dass es ihr nicht um einen Austausch des Regierungspersonals geht, das eine zwischen den Konkurrenten um die Ämter unstrittige Staatsraison exekutiert, sondern um eine Neudefinition dessen, was diese Nation ist und für ihr eigenes Volk zu tun hat.

 

Auf der Diskussionsveranstaltung wollen wir uns nicht dem Konsens der Macher dieser Republik anschließen,

– der die parteipolitischen Forderungen der AfD moralisch diskreditiert;

– der der Unzufriedenheit der AfD-Anhänger als zwar fehlgeleitete, aber berechtigte Erwartungshaltung ganz viel Verständnis entgegenbringt und als Antrag an die eigentlich zuständige, etablierte Politikerriege interpretiert.

Schon gleich nicht wollen wir angesichts der Wahlerfolge der AfD alternative politische Konzepte vorlegen, wie die abspenstig gewordene Wählerherde wieder ins Lager des amtierenden Patriotismus zurückzuholen ist, sondern ermitteln, worin die politische Schnittmenge der AfD mit den und ihre radikale Absage an die etablierten Parteien besteht. Beide konkurrieren nämlich um ein und dasselbe – um das passende nationale Konzept für Deutschlands Macht und Herrlichkeit in der Welt!


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